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Die Burgruine Čačvina auf dem Hügel über dem Dorf Čačvina
Burg & FestungDalmatien

Burg Čačvina: die Ruine über dem Weg nach Bosnien

Die Burg Čačvina (Utvrda Čačvina) ist eine mittelalterliche Burgruine auf einem Hügel über dem Dorf Čačvina, rund 8 km nordöstlich von Trilj im dalmatinischen Hinterland. Sie sollte einen wichtigen Weg durch die Dinariden von der Küste nach Bosnien überwachen. Zwei Türme, ein langer Hof dazwischen und eine Kirche aus dem 18. Jahrhundert am Fuß machen sie zu einem stillen, stimmungsvollen Geheimtipp.

Čačvina thront auf 705 Metern über einem Pass, der seit römischer Zeit genutzt wird, und die Osmanen boten einst 100 000 Dukaten dafür; das Angebot wurde abgelehnt.

WoHügel über dem Dorf Čačvina, rund 8 km nordöstlich von Trilj, dalmatinisches Hinterland
ArtMittelalterliche Burgruine mit zwei Türmen und langem Hof
Ideal fürBurgruinen, Panoramablicke, alte Wege und ruhige Ziele abseits der Hauptrouten
AnreiseAuf der Straße von Trilj Richtung Livno (Staatsstraße D220); die Burg liegt auf dem Hügel über der Strecke, ein Pfad führt von der Allerheiligenkirche hinauf

Die Geschichte der Burg Čačvina

Der Hügel über Čačvina überblickt einen natürlichen Durchgang, der die Region Cetina schon immer mit dem Gebiet um Imotski und dem Südwesten Bosniens verband. Prähistorische Keramikscherben liegen auf dem Hang unterhalb der Burg verstreut, und südöstlich davon, am Pass Priviji, ist ein Stück antiker Straße mit tiefen Radspuren erhalten. Sie wurde Mitte des 1. Jahrhunderts als Teil der Strecke Salona–Argentaria angelegt und blieb in Gebrauch, bis moderne Straßen sie ersetzten.

Die mittelalterliche Burg entstand auf dem Gipfel in 705 Metern Höhe. Das Gebiet stand bis 1322 unter der Herrschaft der Šubić, und die Burg wird im 14. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt. Danach gehörte sie den Nelipić, deren Herrschaft bis in den Anfang des 15. Jahrhunderts reichte. 1435 fiel sie an die Frankopan, 1436 an die Talovci und ab der Mitte des 15. Jahrhunderts an Herceg Stjepan Vukčić Kosača, der mit König Tomaš um sie kämpfte. Als die osmanische Macht wuchs, zählte Čačvina zu den Schlüsselfestungen für die Verteidigung des kroatischen Königreichs; die Osmanen sollen Herceg Stjepan 100 000 Dukaten dafür geboten haben, was er ablehnte.

Anfang des 16. Jahrhunderts fiel Čačvina an die Osmanen, die eine Artilleriebastion hinzufügten. Bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts blieb sie in osmanischer Hand, dann kam sie zum venezianischen Dalmatien und zur Grenzregion von Sinj. Die Burg wurde Mitte des 18. Jahrhunderts aufgegeben und 1808 während der französischen Herrschaft durch Minen zerstört; daher ihr heutiger Zustand als Ruine.

Erhalten ist eine Anlage mit zwei Türmen, die ein langer Hof verbindet. Der größere und besser erhaltene Ostturm hat außen einen unregelmäßig runden Grundriss und innen einen achteckigen; der kleinere Westturm ist schlechter erhalten. Bei den Ausgrabungen 1992–1997 fand man ein spätantikes Marmorkapitell, steinerne und metallene Kanonenkugeln, Keramik- und Glasscherben, Metallwerkzeuge, Pfeilspitzen und Teile von Armbrüsten aus Knochen. Die Funde reichen von der Spätantike bis zum frühen 18. Jahrhundert, überwiegend aus dem späten Mittelalter.

Unterhalb der Burg steht die alte Pfarrkirche Allerheiligen aus dem 18. Jahrhundert mit einem Fassadenglockenturm. Burg und Kirche stehen gemeinsam als unbewegliches Kulturgut Kroatiens unter Schutz.

Wissenswertes über die Burg Čačvina

  • Die Osmanen sollen Herceg Stjepan Vukčić Kosača 100 000 Dukaten für Čačvina als Exklave geboten haben; er lehnte ab.
  • Der größere Turm ist außen rund, innen aber achteckig.
  • Antike Wagenspuren im Stein einer römischen Straße aus dem 1. Jahrhundert sind am Pass Priviji südöstlich der Burg noch zu sehen.
  • Französische Truppen sprengten und zerstörten die Burg 1808.
  • Bei den Grabungen fand man Armbrustteile aus Knochen sowie Pfeilspitzen und Kanonenkugeln.
  • Spätmittelalterliche Gräber mit Steinplatten liegen am Hang südlich der Burg, neben dem Pfad zur Kirche.

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Einige Beschreibungen sind maschinell übersetzt.

Die Burg Čačvina besuchen

  • Die Ruinen stehen auf einem Hügel über dem Dorf. Rechnen Sie mit einem Aufstieg auf einem Pfad, der auch zur Allerheiligenkirche führt; Einrichtungen für Besucher werden in den Quellen nicht erwähnt.
  • Achten Sie auf die beiden Türme, besonders den größeren Ostturm mit achteckigem Innenraum, und auf den langen Hof dazwischen.
  • Vom Gipfel reicht der Blick über das Sinjsko polje, die Südhänge des Kamešnica-Gebirges und einen Teil des Zamosorje.
  • Sehenswert sind auch die Allerheiligenkirche aus dem 18. Jahrhundert unterhalb der Burg und die mittelalterlichen Gräber mit Steinplatten am Hang.
  • Die römerzeitliche Straße am Pass Priviji sowie Nutjak und Tilurium liegen in kurzer Fahrdistanz.

Öffnungszeiten, Zugang und Bedingungen können sich ändern. Bitte vorab prüfen.

Karte: Lage von Burg Čačvina

Karte: © OpenStreetMap-Mitwirkende

Fotos: Burg Čačvina

Die Allerheiligenkirche unterhalb der Burg Čačvina
Foto: Brian Eager from Livno, Bosnia and Herzegovina, CC BY 2.0, über Wikimedia Commons
Zweite Ansicht der Allerheiligenkirche in Čačvina
Foto: Brian Eager from Livno, Bosnia and Herzegovina, CC BY 2.0, über Wikimedia Commons
Die Burg Čačvina auf einem Foto von 2006 aus dem Register der Kulturgüter Kroatiens
Foto: Unknown authorUnknown author, CC BY-SA 3.0 hr, über Wikimedia Commons
Burg Čačvina von unten gesehen
Foto: Ante Pletikosić, CC BY-SA 4.0, über Wikimedia Commons
Weitere Ansicht der Ruinen der Burg Čačvina
Foto: Brian Eager from Livno, Bosnia and Herzegovina, CC BY 2.0, über Wikimedia Commons

Fragen

Wo liegt die Burg Čačvina?

Sie steht auf einem Hügel in 705 m Höhe über dem Dorf Čačvina, rund 8 km nordöstlich von Trilj im dalmatinischen Hinterland, über der Strecke Richtung Livno.

Was sollte die Burg Čačvina bewachen?

Sie kontrollierte einen wichtigen Weg durch die Dinariden von der dalmatinischen Küste nach Bosnien, dem auch die heutige Straße von Trilj Richtung Livno folgt.

Wem gehörte die Burg Čačvina?

Im Lauf der Jahrhunderte ging sie von den Šubić und Nelipić an die Frankopan, die Talovci und Herceg Stjepan Vukčić Kosača, dann an die Osmanen und später an das venezianische Dalmatien.

Warum ist die Burg Čačvina eine Ruine?

Die Burg wurde Mitte des 18. Jahrhunderts aufgegeben und 1808 während der französischen Herrschaft durch Sprengung zerstört.

Was gibt es in Čačvina außer der Burg zu sehen?

Unterhalb der Burg steht die Allerheiligenkirche aus dem 18. Jahrhundert; in der Nähe finden sich Spuren einer römischen Straße aus dem 1. Jahrhundert und spätmittelalterliche Gräber.

Steht die Burg Čačvina unter Schutz?

Ja. Burg und Allerheiligenkirche sind als unbewegliches Kulturgut Kroatiens geschützt.

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