Kloster Krupa: ein orthodoxes Kloster am Fuß des Velebit
Das Kloster Krupa ist ein serbisch-orthodoxes Kloster am rechten Ufer des Flusses Krupa, am Südhang des Velebit, auf halbem Weg zwischen Obrovac und Knin in Norddalmatien. Es gilt als eines der wichtigsten orthodoxen Zentren Dalmatiens, bekannt für Fresken, Ikonen und alte Bücher sowie für eine Geschichte von Zerstörung und geduldigem Wiederaufbau.
Wann das Kloster Krupa gegründet wurde, weiß niemand genau: Die Überlieferung nennt 1317, die gotisch anmutenden Fenster deuten eher auf etwa 1642. Es überstand jedenfalls Brände, Kriege und Exil.
Die Geschichte des Klosters Krupa
Nach der Volksüberlieferung wurde das Kloster 1317 von Mönchen aus Bosnien mit Geld des serbischen Königs Milutin gebaut, später von König Stefan Dečanski und Kaiser Dušan erneuert und im 15. und 16. Jahrhundert von der heiligen Angelina von Serbien bedacht. Historiker sind vorsichtiger. Die gotisch wirkenden Fenster sind für eine orthodoxe Kirche ungewöhnlich, weshalb vermutet wird, dass zugewanderte Mönche das Kloster um 1642 errichteten. Die kroatische Wikipedia fügt hinzu, dass die Jahreszahl 1317 von einem Autor des 19. Jahrhunderts eingeführt wurde, der sich auf offenbar nicht existierende Quellen berief, und dass eine ununterbrochene kirchliche Nutzung seit dem Mittelalter wegen der osmanischen Eroberung und der großen Bevölkerungsverschiebungen im 16. und 17. Jahrhundert nicht belegt ist.
Die frühen Spuren sind reicher an Kunst als an Daten. Der kretische Priester Ioannis Apakas malte um 1600 vier Thronikonen für die Ikonostase, und Georgije Mitrofanović bemalte die Wände zwischen 1620 und 1622. Die Geschichte des Klosters wurde in den Chroniken des Bischofs Simeon Končarević aus dem 18. Jahrhundert festgehalten, und im selben Jahrhundert lebte hier Gerasim Zelić. In den 1760er-Jahren lebte und arbeitete der Schriftsteller und Aufklärer Dositej Obradović in Krupa, und in den 1860er-Jahren wurde hier der Romanautor Simo Matavulj ausgebildet. Eine umfassende Erneuerung 1855, unterstützt von Österreich, Russland und Serbien, gab dem Kloster sein heutiges Aussehen.
Das 20. Jahrhundert war hart. Im Zweiten Weltkrieg wurden die umliegenden Wohngebäude niedergebrannt, und das Innere des Klosters wurde zerstört, als es zu einem Militärposten gemacht wurde. In den 1950er-Jahren begann der Bau eines großen Glockenturms, der nie vollendet wurde. Nach Ausbruch des Kroatischen Unabhängigkeitskrieges 1991 wurde der bekannte Klosterschatz aus Krupa weggebracht. Während der Operation Sturm wurde das Kloster beschädigt: Glockenturm, Glocken und Kapelle litten, das Innere wurde geplündert, und die örtliche orthodoxe Bevölkerung sowie die Geistlichen gingen ins Exil nach Serbien.
Der teilweise Wiederaufbau begann im Jahr 2000. Dazu gehörten der Bau und die Ausmalung einer kleinen zusätzlichen Kirche, eines Paraklisions, und der teilweise Ausbau des unvollendeten Glockenturms. Einige Kunstgegenstände kehrten 2010 zurück, und seit Mitte der 2010er-Jahre trägt auch die kroatische Regierung zur Renovierung bei. Heute ist die Anlage wiederhergestellt und zählt neben den Klöstern Krka und Dragović zu den drei wichtigsten orthodoxen Zentren Dalmatiens.
Wissenswertes über das Kloster Krupa
- Zwei Jahreszahlen konkurrieren um die Gründung: das überlieferte 1317 und ein wahrscheinlicher Bau um 1642, das auch Wikidata als Baubeginn nennt.
- Die Hauptfassade hat zwölf Fensterachsen mit neugotischen Merkmalen, ein ungewöhnlicher Anblick für ein orthodoxes Kloster.
- Die Kirche hat den Grundriss eines einbeschriebenen griechischen Kreuzes mit Kuppel in der Mitte und halbrunder Apsis.
- Der Schriftsteller Dositej Obradović lebte in den 1760er-Jahren in Krupa, und der Romanautor Simo Matavulj lernte hier in den 1860er-Jahren.
- Der in den 1950er-Jahren begonnene große Glockenturm wurde nie fertiggestellt; seit 2000 ist er teilweise ausgebaut.
- Beim Kloster liegen zwei Friedhöfe: ein größerer für die Bewohner der Dörfer Krupa und Golubić und ein kleinerer innerhalb der Anlage, auf dem Mönche bestattet sind.
Touren in der Nähe: Kloster Krupa
Erlebnisse in der Umgebung, die Sie online über Viator buchen können:

Erleben Sie Zadar Archipel mit Antares Segeltour
Details ansehen ›
Etnoland MULTIMEDIA EXPERIENCE Ohne Anstehen
Details ansehen ›
Private Bootstour zu den Pakleni Inseln und Red Rocks
Details ansehen ›
Ganztägige Segeltour
Details ansehen ›Einige Beschreibungen sind maschinell übersetzt.
Das Kloster Krupa besuchen
- Die Gebäude umschließen einen Innenhof mit Säulengang auf drei Seiten; in der Mitte steht die Kirche Mariä Entschlafung.
- In der Kirche sind die Fresken von Georgije Mitrofanović aus dem frühen 17. Jahrhundert und die Ikonostase aus dem 18. Jahrhundert vor dem Altar sehenswert.
- Zum Kloster gehören eine Schatzkammer, eine Ikonensammlung und eine Sammlung jahrhundertealter Bücher; ob sie zugänglich sind, hängt vom Tag ab. Prüfen Sie die aktuellen Öffnungszeiten vor dem Besuch.
- Es handelt sich um einen aktiven orthodoxen Ort des Glaubens; angemessene Kleidung und ruhiges Auftreten sind angebracht.
- Das Kloster liegt am Fluss Krupa in einer stillen Ecke Norddalmatiens und lässt sich mit dem Kloster Krka, rund 27 km entfernt, und der römischen Stätte Burnum, rund 22 km entfernt, verbinden.
Öffnungszeiten, Zugang und Bedingungen können sich ändern. Bitte vorab prüfen.
Karte: Lage von Kloster Krupa
Karte: © OpenStreetMap-Mitwirkende
Fotos: Kloster Krupa





Fragen
Wo liegt das Kloster Krupa?
Das Kloster Krupa steht am rechten Ufer des Flusses Krupa, am Südhang des Velebit, auf halbem Weg zwischen den Städten Obrovac und Knin in Dalmatien.
Wann wurde das Kloster Krupa gebaut?
Die Überlieferung nennt 1317, doch das ist umstritten. Andere Deutungen verweisen auf einen Bau durch zugewanderte Mönche um 1642; der genaue Ursprung bleibt ungewiss.
Was gibt es im Kloster Krupa zu sehen?
Zu den Hauptsehenswürdigkeiten zählen die Kirche mit Fresken von Georgije Mitrofanović, eine Ikonensammlung mit Teilen einer Ikonostase, eine Sammlung alter Bücher und die Klosterschatzkammer.
Welche bekannten Schriftsteller lebten im Kloster Krupa?
Dositej Obradović lebte und arbeitete in den 1760er-Jahren in Krupa, und Simo Matavulj wurde in den 1860er-Jahren im Kloster ausgebildet.
Wurde das Kloster Krupa im Krieg beschädigt?
Ja. Im Zweiten Weltkrieg brannte es aus und sein Inneres wurde zerstört; während der Operation Sturm 1995 wurde es erneut beschädigt. Der Wiederaufbau begann 2000.
Lohnt sich ein Abstecher zum Kloster Krupa?
Für Besucher mit Interesse an sakraler Kunst und der Geschichte des dalmatinischen Hinterlandes ist es ein lohnender Halt, der sich gut mit dem Kloster Krka oder Burnum verbinden lässt.
Auch in der Nähe
Burnum
Burnum · römisches Legionslager mit Felsen-Amphitheater
22 km entfernt
Kloster Krka
Kistanje · Kloster über römischen und gotischen Resten
27 km entfernt
Festung Ostrovica
Ostrovica · Felsenruine, einst Schlüssel zu Zadar
27 km entfernt
Maslenica-Brücke
Maslenica · Stahlbogenbrücke, nach 1991 wieder aufgebaut
29 km entfernt