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Luftaufnahme der Festung St. Nikolaus auf ihrer Insel am Eingang des Antoniuskanals
Burg & FestungDalmatien

Festung St. Nikolaus: die venezianische Seefestung vor Šibenik

Die Festung St. Nikolaus (Tvrđava sv. Nikole) ist eine venezianische Seefestung auf der Insel Ljuljevac am Eingang des Antoniuskanals bei Šibenik in Mitteldalmatien. Im 16. Jahrhundert errichtet, um osmanische Schiffe vom Hafen fernzuhalten, gehört sie zu den am besten erhaltenen Beispielen der Wehrarchitektur der Region und ist seit 2017 Teil des UNESCO-Welterbes.

Die Festung wurde in einer Steinlandschaft aus Backstein gebaut, und die Ziegel kamen aus dem Veneto. Sie schützte den Kanal von Šibenik vor osmanischen Schiffen, doch ihre Abwehrkraft wurde nie im Kampf auf die Probe gestellt.

WoAuf der Insel Ljuljevac am Eingang des Antoniuskanals bei Šibenik, Mitteldalmatien
ArtVenezianische Seefestung des 16. Jahrhunderts mit drei Bastionen, UNESCO-Welterbe
Ideal fürLiebhaber von Festungen und Meerblick, Geschichtsfreunde, UNESCO-Stätten
AnreiseAm seeseitigen Eingang des Kanals von Šibenik, gegenüber dem Leuchtturm am Strand von Jadrija

Die Geschichte der Festung St. Nikolaus

Die Festung verdankt ihre Entstehung dem Vordringen der Osmanen. Als die Stadt Skradin 1522 an die Osmanen fiel, gewannen diese einen günstigen Stützpunkt für Seeverbindungen ins bereits eroberte Hinterland, und Šibenik samt Hafen geriet in Gefahr. In den Hafen führte nur der schmale Antoniuskanal, sodass der Platz für eine neue Festung auf der Hand lag. Im Mittelalter hatten zwei kleine Türme zu beiden Seiten des Kanals eine Kette gespannt, um unerwünschte Schiffe fernzuhalten; sie wurden nach dem Bau der Festung abgerissen.

Ein Vorschlag für den Bau einer Festung lag schon 1524 vor. Am 30. April 1525 beschloss der venezianische Hauptmann Alvise Canal auf Bitten der Bürger von Šibenik, auf der Insel Ljuljevac ein Fort zu errichten. Die Arbeiten begannen 1540, als die Militäringenieure der Familie Sanmicheli, der ältere Michele und sein Neffe Giangirolamo, nach Dalmatien kamen. Giangirolamo werden die Pläne zugeschrieben, die den Ausbau der bestehenden Befestigungen ebenso umfassten wie neue Anlagen. Die französische Wikipedia nennt als Bauzeit 1540 bis 1547, mit einer Besatzung ab 1544.

Auf der Insel stand bereits ein Benediktinerkloster des hl. Nikolaus, nach dem die Festung benannt ist. Es wurde samt seiner Kirche abgerissen; an deren Stelle trat eine kleine Kapelle im nordwestlichen Teil der Festungsterrasse. Giangirolamo entwarf eine feste, dreieckige Anlage mit drei vorspringenden Bastionen, auf einem Felsrücken errichtet und teils auf gewachsenem Fels. Die untere Zone, die Teile unter und knapp über dem Meeresspiegel, ist aus Stein gemauert, darüber bestehen die Mauern aus Backstein, für die Zeit üblich, für Dalmatien aber ungewöhnlich. Die Ziegel wurden aus dem Veneto herbeigeschafft. Die Festung war mit 32 Kanonen bestückt.

Ihre Verteidigungsfähigkeit wurde nie in Kampfhandlungen erprobt, dennoch schützte die Anlage die Stadt erfolgreich vor Angriffen von See. Im Lauf der Jahrhunderte diente sie verschiedenen Armeen und wurde mehrfach umgebaut, teils wegen der Entwicklung der Waffen. 1979 gab das Militär sie vollständig auf. Nach zweijähriger Rekonstruktion wurde sie im Juli 2019 für Besucher geöffnet. 2017 war sie als Teil der Venezianischen Verteidigungswerke des 16. und 17. Jahrhunderts: Stato da Terra – westlicher Stato da Mar in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen worden.

Wissenswertes über die Festung St. Nikolaus

  • Von den vier Festungen Šibeniks liegt nur St. Nikolaus im Meer; die anderen drei stehen an Land.
  • Die Festung besteht aus Backstein, den man damals für das gegen Kanonenkugeln widerstandsfähigste Material hielt, auf Steinfundamenten.
  • Die Ziegel kamen aus dem Veneto, ein Zeichen dafür, wie wichtig dem Baumeister das Material war.
  • Die italienische Wikipedia nennt sie eine der seltenen dreieckigen Befestigungen und eines der frühesten Beispiele des sogenannten Horn- oder Zangenwerks.
  • Die englische Wikipedia verweist auf zwei ähnliche Forts im Mittelmeer, eines auf Malta und eines in Venedig, das Forte di Sant'Andrea.
  • Die Festung trägt den Namen des Benediktinerklosters St. Nikolaus, das ihr weichen musste.

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Einige Beschreibungen sind maschinell übersetzt.

Die Festung St. Nikolaus besuchen

  • Das Fort liegt an der linken (südlichen) Seite des Eingangs zum Antoniuskanal, die Lage gehört also ebenso zum Besuch wie die Mauern selbst.
  • Laut französischer Wikipedia verbindet ein etwa 70 m langer Damm die Insel mit der Nachbarinsel Školjić, die ihrerseits über einen etwa 150 m langen erhöhten Weg am Festland hängt.
  • Achten Sie auf den dreieckigen Grundriss mit drei Bastionen, die Backsteinmauern über dem Steinsockel und die kleine Kapelle auf der Terrasse.
  • Die Festung wurde im Juli 2019 nach zweijähriger Rekonstruktion für Besucher geöffnet. Prüfen Sie die aktuellen Öffnungszeiten und Zugangsmöglichkeiten vor dem Besuch.
  • Die drei anderen Festungen Šibeniks, St. Michael, St. Johannes und Barone, stehen an Land und lassen sich mit dem Besuch verbinden.

Öffnungszeiten, Zugang und Bedingungen können sich ändern. Bitte vorab prüfen.

Karte: Lage von Festung St. Nikolaus

Karte: © OpenStreetMap-Mitwirkende

Fotos: Festung St. Nikolaus

Die Festung St. Nikolaus, aufgenommen im Mai 2024
Foto: Alexander Rumpel, CC BY-SA 4.0, über Wikimedia Commons
Festung St. Nikolaus am Eingang des Antoniuskanals, erste Ansicht
Foto: Tihomir06, CC BY-SA 4.0, über Wikimedia Commons
Festung St. Nikolaus am Eingang des Antoniuskanals, zweite Ansicht
Foto: Tihomir06, CC BY-SA 4.0, über Wikimedia Commons
Festung St. Nikolaus von der Seite von Jadrija gesehen
Foto: JiriMatejicek, CC BY-SA 4.0, über Wikimedia Commons
Der Antoniuskanal bei Šibenik
Foto: Marko Jukić -Majkl, CC BY-SA 4.0, über Wikimedia Commons

Fragen

Wo liegt die Festung St. Nikolaus?

Sie steht auf der Insel Ljuljevac am Eingang des Antoniuskanals bei Šibenik in Mitteldalmatien, gegenüber dem Leuchtturm am Strand von Jadrija.

Warum wurde die Festung St. Nikolaus gebaut?

Sie sollte den Hafen von Šibenik vor osmanischen Schiffen schützen, nachdem der Fall von Skradin 1522 den Osmanen einen Stützpunkt für Seewege verschafft hatte.

Wer entwarf die Festung St. Nikolaus?

Die Pläne werden Giangirolamo Sanmicheli aus der venezianischen Militäringenieursfamilie Sanmicheli zugeschrieben. Einige Quellen nennen auch seinen Onkel Michele.

Ist die Festung St. Nikolaus UNESCO-Welterbe?

Ja. Sie wurde 2017 als Teil der Venezianischen Verteidigungswerke des 16. und 17. Jahrhunderts: Stato da Terra – westlicher Stato da Mar eingetragen.

Warum besteht die Festung aus Backstein?

Backstein galt damals als das gegen Kanonenkugeln widerstandsfähigste Material. Er wurde aus dem Veneto herbeigeschafft und ruht auf Steinfundamenten.

Ist die Festung St. Nikolaus für Besucher geöffnet?

Sie wurde im Juli 2019 nach zwei Jahren Rekonstruktion für Besucher geöffnet. Prüfen Sie die aktuellen Öffnungszeiten und Zugangsmöglichkeiten vor dem Besuch.

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